Die Aussagen von Michael Edwards, dem weltweit durch seine Fragrance Bible bekannten Duftexperten, sind fast unglaublich: in 2011 wurden weltweit über 1.000 neue Parfums auf den Markt gebraucht. Auf einer Reise nach Paris stellte ich gemeinsam mit Dr. Bodo Kubartz, Ko-Autor des Parfumlexikons „Das grosse Buch vom Parfum“ (Collection Rolf Heyne) und wie ich Mitgründer des Beauty Expert Network (BEN), Verblüffendes fest: die Dynamik, gerade von Seiten der Artistikmarken, ist ungekannt. Im Gespräch mit Michael Edwards wurde dies angesprochen und manifestiert.
Darüber hinaus gibt es mittlerweile mehrere neue Geschäfte, die in Paris erst in letzter Zeit geöffnet haben, mit einem Fokus auf solche Marken. Aber auch etablierte Türen wie z.B. Printemps orientieren sich nun eindeutig in diese Richtung. Printemps ist das beste Beispiel dafür, wie einige Artistikmarken in den Blickpunkt gerückt werden: wie noch stets bei den Galeries Lafayette, wurde traditionell bei Printemps auf etablierte Marken in der Darstellung gesetzt. Seit vier Monaten hat sich das Bild gewandelt. Nun steht „die Nische“ im Mittelpunkt und viele Marken können sich entsprechend präsentieren.
In den Geschäften Parfums Jovoy und Sens Unique finden sogar noch weniger weit distribuierte kleine Marken einen Ort, in dem sie in idealem Ambiente wahrgenommen werden können. Besondere Bedeutung dabei erlangt auch die motivierte Beratung des Personals, das mit viel Wissen und Engagement von den Produkten erzählen kann.
Auf Beobachtungsreisen wie dieser wird mir immer wieder bewusst, wie wichtig die durchdachte Präsentation und Platzierung von Produkten im Geschäft ist. Mit Beauty Affair, der feinen Privatparfümerie mit vielen Artistikmarken, versuche ich als Berater, dies in Düsseldorf umzusetzen. Allerdings muss man an unterschiedliche Shops stets mit anderen Konzepten heran gehen. Als entsprechender Experte bin ich sehr gerne in diesem Bereich für Auftraggeber tätig.